Zuerst: ein Angebot, das man in einem Satz versteht
Bevor du Werbung machst, muss klar sein, was du für wen tust und was es kostet. Ein guter Test: Kann jemand, der deinen Satz einmal gehört hat, dich an einen Bekannten weiterempfehlen? Wenn nicht, ist das Angebot noch zu unscharf.
Sieben Wege zu den ersten Kunden
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Dein eigenes Netzwerk
Sag allen, was du jetzt machst: früheren Kollegen, Bekannten, Vereinen. Nicht als Bitte um einen Auftrag, sondern mit einem klaren Satz, wem du hilfst. Viele erste Aufträge kommen über eine Ecke.
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Google-Unternehmensprofil
Das Profil ist kostenlos und für lokale Anbieter oft die wichtigste Quelle für Anfragen. Pflege Leistungen, Fotos und Öffnungszeiten und bitte jeden zufriedenen Kunden um eine Bewertung.
- 3
Empfehlungen aktiv einholen
Frag zufriedene Kunden direkt, ob sie jemanden kennen, dem du auch helfen kannst. Das ist kein Betteln, sondern ein normaler Teil des Verkaufens.
- 4
Kooperationen
Suche Betriebe, die dieselbe Zielgruppe haben, aber nicht mit dir konkurrieren. Ein Fotograf und eine Hochzeitsplanerin, ein Steuerberater und eine Buchhalterin: Sie können sich gegenseitig Kunden schicken.
- 5
Social Media mit Fokus
Wähle ein bis zwei Kanäle, auf denen deine Zielgruppe wirklich ist, und zeig dort regelmäßig, wie du Probleme löst. Lieber ein Kanal richtig als fünf halbherzig.
- 6
Lokale Präsenz
Netzwerktreffen, Gründerstammtische, Messen und Vereine bringen Kontakte, die online schwer zu bekommen sind.
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Gezielte Werbung
Bezahlte Anzeigen lohnen sich meist erst, wenn du weißt, welches Angebot und welche Botschaft funktionieren. Starte mit kleinem Budget und miss jede Anfrage.
Was rechtlich gilt
- Eine Website oder ein geschäftliches Social-Media-Profil braucht ein Impressum (§ 5 Digitale-Dienste-Gesetz) und in der Regel eine Datenschutzerklärung.
- Werbeanrufe bei Privatpersonen sind nur mit deren ausdrücklicher vorheriger Einwilligung erlaubt (§ 7 UWG). Bei Unternehmen reicht eine mutmaßliche Einwilligung, die du begründen können musst.
- Werbe-E-Mails brauchst du grundsätzlich mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung – auch an Unternehmen. Eine Ausnahme gibt es nur für eigene Bestandskunden unter engen Voraussetzungen.
- Bewertungen darfst du nicht kaufen oder selbst schreiben. Bitten darfst du jeden echten Kunden.
Dranbleiben schlägt Perfektion
Kundengewinnung ist keine einmalige Aktion, sondern eine feste Aufgabe in deiner Woche. Plane feste Zeiten dafür ein, notiere jede Anfrage und woher sie kam. Nach wenigen Wochen siehst du, welcher Weg für dich funktioniert, und kannst genau dort mehr machen.
Häufige Fragen
Brauche ich zum Start eine eigene Website?+
Nicht zwingend. Für viele lokale Dienstleister bringt ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil am Anfang mehr Anfragen. Eine einfache Website mit klarem Angebot und Kontaktmöglichkeit ist trotzdem sinnvoll, weil Kunden dich vor dem ersten Kontakt prüfen.
Soll ich am Anfang günstiger sein als die Konkurrenz?+
Vorsicht. Wer über den Preis startet, gewinnt Kunden, die beim nächsten günstigeren Anbieter wieder weg sind. Besser: ein klar abgegrenztes Einstiegsangebot und von Anfang an Preise, von denen du leben kannst.
Wie viel Werbebudget brauche ich?+
Das hängt von Branche und Zielgruppe ab. Viele Gründer starten mit Netzwerk, Empfehlungen und Google-Profil fast ohne Budget und setzen bezahlte Werbung erst ein, wenn klar ist, was funktioniert.
Allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: 4. November 2026. Maßgeblich sind die Entscheidungen deiner Agentur für Arbeit bzw. deines Jobcenters.